Galerie

Enger und weiter Horizont



Diese Skulptur trägt den Titel: „Enger und weiter Horizont“. Sie steht auf einer exponierten Fläche bei Mundingen, einem Teilort von Ehingen. Sie ist Teil des Lebens-Horizont-Weges im Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

Vom Blickwinkel des Fotografen aus betrachtet verengt sich die Skulptur zunächst, um sich anschließend in die Weite der Landschaft zu öffnen.

Es liegt im Anspruch eines jeden Autors und Schriftstellers, den Horizont seiner Leserschaft zu weiten. Deshalb habe ich diese Skulptur nicht nur zu meinem Motto, sondern auch zum Headerbild meiner Webseite erkoren.

Lauterviadukt



Wenn von Anfang April bis Mitte Mai das Laub an den Bäumen und Büschen sprießt, zeigt sich in der Natur die ganze Vielfalt der Farbe Grün. Mit all ihren Schattierungen und Nuancen. Von hellem Gelbgrün bis zu einem dunklen Blaugrün verläuft der Facettenreichtum dieser Farbtonskala. Einen kleinen Eindruck davon soll dieses Foto vom Lauterviadukt mit seinen Spiegelungen vermitteln.

Ob in der meditativen Versenkung oder mit dem Auge des Fotografen betrachtet: Auf die Nuancen kommt es an.

Wasserbüffel



– Ob beim Bearbeiten von Fotos oder beim Verfassen eines Textes – weniger ist manchmal mehr.

Bei der nachträglichen Bearbeitung des Originalfotos habe ich die Bildgestaltung auf den Kopf des Wasserbüffels reduziert und alles andere weggefiltert. So entstand ein beeindruckendes Portrait dieses schönen Tieres.

Auf ähnliche Weise reduziere ich mitunter meine Texte bis zum Schluss nur noch wenige dürre Zeilen und Worte übrig bleiben und sich zu einem abstrahierten Gedicht formen.




Stauseeidylle

In der modernen Fotografie geht der Trend hin zu mehr Schärfe und Detailreichtum. Bei diesem Foto bin ich den umgekehrten Weg gegangen. Ich habe ein altes Objektiv verwendet und damit diesen romantischen und idyllischen Effekt erzielt.

Goethes Gartenhaus in Weimar

Leider neigen wir in Deutschland dazu, unsere Klassiker zu sehr zu verklären und alles Nachfolgende an ihnen zu messen. Das geht auf Kosten der Kreativität und Originalität. Ob Literatur, Theater, Film oder Musik: Wir sind Gefangene der Ideale des klassischen Bildungsbürgertums.

Sämtliche modernen innovativen Trends kommen aus dem Ausland. Ob Weltliteratur, Rock und Pop oder Musicals und epochale Filmwerke…, sie alle entstanden in Milieus, die weit von unseren Bildungsbürgertumidealen entfernt sind.

Auch ich fühle mich diesen Idealen noch zu nahe, um mit ihnen radikal zu brechen. Das wäre aber notwendig, um einen neuen epochalen Stil zu kreieren.

Was mir sprachlich nicht gelingen mag, lässt sich kompensieren, indem ich gesellschaftliche Tabus breche.

Eines dieser Tabus ist der narzisstische Trieb. Von diesem narzisstischen Trieb wissen wir noch nicht einmal, dass es ihn gibt.

Allerdings stimmt diese Aussage nicht ganz: Seit Sigmund Freud und Erich Fromm müssten wir ihn eigentlich kennen.

In seinem Buch „Die Seele des Menschen; Ihre Fähigkeit zum Guten und zum Bösen“ erklärt Erich Fromm den narzisstischen Trieb mit folgenden Worten:

„Der Narzissmus ist eine Leidenschaft von einer Intensität, die bei vielen Menschen nur mit dem Geschlechts- und Selbsterhaltungstrieb zu vergleichen ist. Häufig erweist sie sich sogar stärker als diese beiden Triebe. Selbst beim Durchschnittsmenschen, bei dem der Narzissmus eine solche Intensität nicht erreicht, bleibt noch ein narzisstischer Kern bestehen, der fast unzerstörbar zu sein scheint.

Wenn dies zutrifft, können wir vermuten, dass die narzisstische Leidenschaft genau wie der Geschlechts- und Selbsterhaltungstrieb ebenfalls eine wichtige biologische Funktion hat.

Sobald man diese Frage stellt, ergibt sich auch schon die Antwort. Wie könnte der einzelne Mensch überleben, wenn seine körperlichen Bedürfnisse, seine Interessen, seine Wünsche nicht mit einer starken Energie geladen wären?

Biologisch, vom Gesichtspunkt des Überlebens aus muss der Mensch sich selbst weit wichtiger nehmen als irgendjemand sonst. Täte er dies nicht, woher nähme er dann die Energie und den Willen, sich gegen andere zur Wehr zu setzen, für seinen Unterhalt zu arbeiten, um sein Leben zu kämpfen und sich gegen seine Umwelt durchzusetzen?

Ohne Narzissmus wäre er vielleicht ein Heiliger – aber haben Heilige tatsächlich eine hohe Überlebenschance? Was vom religiös-spirituellen Standpunkt aus höchst wünschenswert wäre  – dass es keinen Narzissmus gäbe – wäre vom weltlichen Standpunkt der Erhaltung des Lebens aus höchst gefährlich.

Teleologisch (
d.h. zielgerichtet) gesehen heißt das, dass die Natur den Menschen mit seinem erheblichen Maß an Narzissmus ausstatten musste, um ihm die Möglichkeit zu geben zu überleben…“

Dieses Buch wurde erstmals 1964 veröffentlicht. Mich wundert, dass sich seither noch niemand ernsthaft mit dieser These auseinandergesetzt hat. Dies deutet darauf hin, dass dieses Thema immer noch einem gesellschaftlichen Tabu unterliegt.


Mit meinem Werk „Heute schon deinen Kick gehabt?“ möchte ich dieses Tabu ein Stück weit knacken und einen Weg aufzeigen, wie wir uns mit diesem Trieb auseinandersetzen und ihn gesellschaftskonform ausleben können ohne dabei unsere Mitmenschen zu schädigen.