Hallo und herzlich willkommen auf meiner Homepage

So wie mancher täglich ins Fitnessstudio geht, ziehe ich mich regelmäßig zurück, um zu meditieren. Aus scheinbar gedankenleeren Räumen blitzen immer wieder subtile Nuancen auf. Diese zarten Keime sind Quellen der Inspiration. Sie setzen überraschend frische und kreative Impulse frei. Manchmal formen sich daraus Gedichte. In besonders intensiven Phasen entwickelt sich jedoch eine derart komplexe Stofffülle, dass daraus dann ein ganzes Buch entsteht.

Zwei Bücher habe ich bereits veröffentlicht, ein drittes kommt demnächst als E-Book in den Handel.

Wer Bücher über psychologische, philosophische oder soziologische Themen verfasst, sollte eines dieser Fächer studiert haben – das darf man zurecht erwarten. Dieser Ansatz ist sicher richtig.

Ich kann kein derartiges Studium vorweisen. Meine Abhandlungen zu diesen Themen entstammen daher auch nicht der Sicht des Wissenschaftlers oder des Akademikers, sondern der des Betroffenen.

Ich hatte in den vergangenen sechs Jahrzehnten reichlich Gelegenheit, die gesellschaftlichen Veränderungen und Umbrüche der Nachkriegszeit zu erfahren und mitzuerleben. Angefangen bei den wilden 68ern bis zum Mauerfall und der Globalisierung. Ich habe die Auf und Abs von Hochkonjunkturen und Rezessionen verfolgt und Regierungen kommen und gehen sehen. Ich habe um meine Ehe gekämpft und sie nach 22 Jahren schließlich wegen unüberbrückbarer Differenzen beendet.

Nachdem ich mit 10 Jahren dummerweise darauf verzichtet habe, aufs Gymnasium zu gehen, schien mir am Ende meiner Schulzeit eine Karriere als Beamter noch am verlockendsten. Ich bin also Finanzbeamter geworden.

Dadurch konnte ich anhand der Akten, die ich jedes Jahr mit schöner Regelmäßigkeit mindestens einmal in die Hand genommen habe, Geschichten des Erfolgs oder des Misserfolgs studieren. Etliche der Menschen, die hinter diesen Akten standen, sind mir begegnet und ich konnte sie persönlich kennen lernen. Ihre Schicksale  und das, was sie mir darüber erzählten, haben mich zum Suchenden gemacht. Was macht den erfolgreichen Menschen aus und was trennt ihn vom weniger erfolgreichen?

Doch am meisten profitiert habe ich vom hereinbrechenden Informationszeitalter. Es wurde mir zum größten Erkenntnis- und Lustfaktor. Was habe ich nicht alles gelesen? Meine Privatstudien haben mir schließlich geholfen, meinen Ärger darüber, dass ich nicht doch das Abitur gemacht und ein Studium absolviert habe, zu überwinden.

Ein Frustfaktor ist mir allerdings geblieben. Meine Ehe ist gescheitert, die vieler Bekannter ebenfalls. Die Sitten sind rauer geworden und die Geschäftsmoral ist am Boden. Mein Leben und das vieler anderer weist Brüche und Verwerfungen auf. Es ist durchsetzt mit Zweifeln und Nöten. Die Welt gerät aus den Fugen.  Keine Zustände also, mit denen ein Feingeist wie ich zufrieden sein kann.

Mein Lebensentwurf ist mir nicht nur einmal, sondern mehrfach abhanden gekommen. Ich habe nach Gründen und Ursachen gesucht, und ich wurde fündig. Bei mir, bei meiner Erziehung, meinen persönlichen Einstellungen. Aber auch bei der Erziehung meiner Frau und ihren Einstellungen und überhaupt bei vielen, mit denen ich mich unterhalten und ausgetauscht habe. Aber ich wollte nicht nur Ursachenforschung betreiben, sondern Lösungen finden für meine Zweifel und Nöte, aber auch für die Herausforderungen, die uns der ständige Wandel heute mehr denn je abverlangt.

Ich habe mir die Sinnfrage immer wieder neu gestellt. Ich habe sehr gründlich über mich und die Welt nachgedacht. Dabei konnte ich mich auf viele Forschungsarbeiten und Untersuchungen intelligenter Frauen und Männer stützen. Ihre Schriften habe ich gelesen. Sie haben mich inspiriert und angeleitet. Deshalb ist all das, was ich zusammengetragen habe, nicht neu, es wurde von mir allenfalls in ein neues und vielleicht überraschendes Licht gestellt. Alle meine Studien, meine Erfahrungen und Überlegungen sind schließlich ineinander geflossen und haben sich zu tiefen Erkenntnissen verdichtet, die Eingang in diverse Gedichte, Schriften und Bücher gefunden haben. Natürlich nehmen sie auch Bezug zur aktuellen Corona-Krise und auf die Zeit danach.

Wenn ich nicht gerade an irgendwelchen Texten arbeite, bin ich mit meinem Foto-Equipement unterwegs auf der Suche nach lohnenswerten Motiven und den besonderen Augenblicken, die ich dann ablichte. Auch das ist ein kreativer Akt für mich, wie im Übrigen die Arbeit am Herd, wenn ich für mich und meine Gäste einfache, aber schmackhafte Gerichte zubereite.

Keine Angst, ich werde an dieser Stelle nicht versuchen, die unüberschaubare Vielzahl an leckeren Rezepten im Netz noch weiter anzureichern, aber den einen oder anderen gelungenen Schnappschuss meiner Fotosausflüge findet ihr in meiner Fotogalerie.

Euer

Wolfgang Baumbast